KFW Förderkredit Geothermie (572)

KfW Förderkredit Geothermie (572): Tiefbohrungen finanzieren, Risiken absichern, Wärmewende voranbringen

Geothermie gilt als Schlüsseltechnologie der Wärmewende: preisstabil, hocheffizient, klimafreundlich und unabhängig von importierten fossilen Energieträgern. Besonders Kommunen, Stadtwerke und Versorger können mit tiefen und mitteltiefen Geothermieprojekten langfristig planbare Wärmepreise sichern und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu Klimazielen und regionaler Wertschöpfung leisten.

Mit dem KfW Förderkredit Geothermie (Programm-Nr. 572) stellt die KfW ein speziell auf Tiefbohrungen ab 400 Metern zugeschnittenes Förderinstrument bereit. Es finanziert nicht nur bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, sondern sichert über eine Kombination aus Fündigkeitsversicherung und Bundesgarantie auch das erhebliche geologische Risiko ab. Genau hier liegt die große Chance für Kommunen und Unternehmen, den Einstieg in die Tiefengeothermie professionell und finanziell abgesichert zu realisieren.

Programmüberblick

Der KfW Förderkredit Geothermie (572) unterstützt Bohrprojekte, mit denen tiefe oder mitteltiefe Geothermie für die Wärme- und Kälteversorgung erschlossen wird. Gefördert werden Tiefbohrungen ab 400 Metern, große Erdwärmesonden und Maßnahmen, die den Bohrerfolg absichern

Das Besondere an diesem Programm: Die Finanzierung der Bohrung wird mit einer umfassenden Risikoabsicherung verbunden. Über eine Fündigkeitsversicherung der Munich Re und eine ergänzende Bundesgarantie sind bis zu 100 % des Kreditrisikos gedeckt. Der Kredit ist im Kern darauf ausgerichtet, Kommunen, kommunale Unternehmen und gewerbliche Projektträger trotz hoher Anfangsinvestitionen und geologischer Unsicherheit handlungsfähig zu machen.

Zielgruppe und Förderumfang

Adressiert werden vor allem Kommunen, kommunale Unternehmen und Zweckverbände, Stadtwerke, Energieversorger sowie Unternehmen aller Größen, die Geothermieprojekte für die Versorgung in Deutschland umsetzen wollen. Auch Kooperationen und Projektgesellschaften, an denen mehrere Kommunen und/oder Unternehmen beteiligt sind, können den Förderkredit nutzen – wichtig ist, dass ein wesentlicher Teil der erzeugten Wärme in Deutschland verwertet wird

Der Förderumfang ist darauf ausgelegt, das finanzielle Risiko der risikoreichen Projektphase deutlich zu senken. Pro Bohrprojekt kann ein Kreditbetrag von bis zu 25 Mio. Euro bereitgestellt werden. Dabei können bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanziert werden, etwa für Bohrarbeiten, große Erdwärmesonden und zusätzliche technische Maßnahmen zur Sicherung des Bohrerfolgs. Der Kredit wird in der Regel endfällig mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren gewährt: Während der Projektphase werden nur Zinsen gezahlt, die Tilgung erfolgt am Ende – und nur bei erfolgreicher Bohrung in voller Höhe. Im Schadensfall greift der Teilschuldenerlass aus der Fündigkeitsabsicherung.

Programmdetails:

  • Programm: KfW Förderkredit Geothermie (Kredit Nr. 572)

  • Zweck: Finanzierung von Bohrungen ab 400 m, großen Erdwärmesonden und Maßnahmen zur Sicherung des Bohrerfolgs

  • Zielgruppen:

    • Kommunen, kommunale Unternehmen und Zweckverbände (z. B. Stadtwerke)
    • Unternehmen aller Größen mit Geothermieprojekten in Deutschland
    • Kooperationen/Projektgesellschaften von Kommunen und Unternehmen
  • Maximaler Kreditbetrag: bis zu 25 Mio. Euro je Bohrprojekt (in Ausnahmen darüber hinaus möglich)

  • Finanzierungsanteil: bis zu 100 % der förderfähigen Kosten

  • Laufzeit: in der Regel bis zu 5 Jahre, endfällig

  • Rückzahlung:

    • Zinszahlungen während der Laufzeit
    • Tilgung am Laufzeitende
    • Teilschuldenerlass im Schadensfall (bei Nicht- oder Teilfündigkeit)
  • Risikostruktur:

    • 30–70 % des förderfähigen Kreditbetrags über Fündigkeitsversicherung der Munich Re
    • Restbetrag über Bundesgarantie abgesichert
    • Rückzahlungspflicht in voller Höhe nur bei erfolgreicher Bohrung

Förderschwerpunkte:

  • Tiefbohrungen ab 400 Metern

    • Erkundungs- und Förderbohrungen zur Erschließung von heißem Tiefenwasser
    • Mehrfachbohrungen (Förder- und Injektionsbohrungen) für geothermische Dubletten
  • Große Erdwärmesonden in mittlerer Tiefe

    • Sondenfelder ab 400 m Tiefe
    • Versorgung von Nahwärmenetzen, Quartieren, Gewerbeparks oder Industriearealen
  • Maßnahmen zur Sicherung des Bohrerfolgs

    • Technische Verfahren zur Steigerung des Wärmeertrags (z. B. Säuerung)
    • Rettungsmaßnahmen bei unerwarteten geologischen Problemen
    • Zusatz- und Ersatzbohrungen bei unzureichendem Wärmeertrag
  • Anbindung und Weiterentwicklung

    • Vorbereitung der späteren Nutzung in Wärmenetzen und Anlagen
    • Möglichkeit der Anschlussfinanzierung über weitere KfW-Programme (z. B. Investitionskredit Kommunen, Klimaschutzprogramme für Unternehmen)

Unsere Expertise für Ihren Erfolg:

Mit über 20 Jahren Erfahrung und unserem KI-gestützten Fördermittel-Radar identifizieren wir für Sie:

  • der strategischen Antragserstellung,

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